



"Salto nullo" der Ski-Herren ist kein Malheur
Vonncouver, Fancouver oder doch Raincover?
Kanadas Olympia-Metropole verleitete die Berichterstatter in den vergangenen 17 Tagen zu vielen Wortspielen und präsentierte uns alle möglichen Facetten des Wintersports.
Die spektakuläre Piste für die Bewerbe im Ski- und Snowboard-Cross hat neue Maßstäbe in zwei aufstrebenden Sportarten gesetzt. Der olympische Eiskanal ist zu Recht heftig kritisiert worden. Das Wetter hat sich keine Medaille verdient, dafür war die Begeisterung der Fans goldig.
Mit dem wohl besten Eishockey-Finale aller Zeiten enden die Spiele mit einem Paukenschlag, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Österreichs Ski-Herren erleben bei den Winterspielen ihr Waterloo. Das alpine Wundenlecken wird mit Personalrochaden innerhalb des Skiverbandes enden.
Die Freude über den Aufstieg der nordischen Skisportler (Gold für die Serviceleute, die für perfektes Material sorgten) sowie die breite Streuung der Medaillen, übertrifft den "Blechsalat" der alpinen Herren.
Österreich zieht nach den dritterfolgreichsten Winterspielen ein positives Resümee. 16 Medaillen sind eine ordentliche Ausbeute. Neun vierte Plätze (da ist Österreich die Nummer 1) zeigen, dass mehr möglich war.
Nur Kanada, USA, Deutschland und Norwegen haben mehr Medaillen gesammelt als Rot-weiß-rot. Die einst dominierenden Russen liegen im Medaillenspiegel hinter uns, das klassische Wintersportland Finnland verpasst nach Turin 2006 auch in Kanada eine Goldmedaille. Frankreich mit zwei- und Italien mit einem Sieg blieben klar hinter ihren Erwartungen zurück.
In Österreich haben sich die Stärken innerhalb des Olympia-Teams deutlich verschoben. Es wäre wünschenswert, wenn sich hierzulande in Zukunft nicht wieder alles nur auf den Skisport konzentrieren könnte, sondern auch andere Wintersportarten jene Beachtung finden, die sie sich aufgrund der Leistungen in Vancouver verdient haben.

































